Chatbot – Social Media Marketing im Dornröschenschlaf

Chatbots – Social Media Marketing im Dornröschenschlaf

Chatbots beziehungsweise Messenger-Bots sind bei Social Media Marketing Profis nicht mehr wegzudenken. Alle anderen fragen sich wahrscheinlich erst einmal: “Hä, was bitte?” – und das obwohl sie für jeden Inhaber eines Geschäfts, Selbstständigen und Unternehmer Pflicht in der Kundenkommunikation sein sollten. Mit Tom Bössow – Chatbot-Experte – habe ich über die Möglichkeiten und Chancen dieser Bots gesprochen, um Kunden besser zu erreichen.

Jeder kennt E-Mail Marketing – vom kleinen Selbstständigen über große Unternehmen und fast jeder bietet einen Newsletter an. Und genau darin liegt die Krux, denn Newsletter Reichweiten sinken dank Spam-Flut drastisch. Da hilft es nur mit wirklich guten Inhalten aus der Masse raus zu stechen! Oder als einer der Ersten auf eine neue Methode umzusteigen – bevor es alle anderen machen. 

Die Lösung sind sogenannte Messenger- beziehungsweise Chatbots. Sie bieten eine neue Form der Kundenkommunikation und das völlig kostenfrei. Tom Bössow ist ein Experte auf dem Gebiet – er hat sich als einer der Ersten mit den cleveren Bots auseinandergesetzt und gibt sein Wissen for free weiter. Doch bevor wir dich auch zum Chatbot Fan machen, fangen wir erst einmal von vorne an.

1. Was sind Messenger-Bots?

Chatbots versenden automatisierte Nachrichten an Follower auf Facebook oder antworten auf Fragen der Fans – und das ganz von allein.

2. Was bringt mir ein Messenger-Bot?

Ein Messenger-Bot unterstützt sich bei deiner Kundenkommunikation. Zum Beispiel:

Vor einiger Zeit wollte ich mich zum Arbeiten mit eine Kooperationspartnerin treffen – ich versuche ein Cafe oder Restaurant in Köln mit Wlan ausfindig zu machen. Hey, dass ist gar nicht so einfach. Ich versuchte es telefonisch …  ohne Erfolg. Ich schrieb eine Nachricht via Facebook…ohne Erfolg. Beziehungsweise man antwortete mir eine Woche!!! später und verneinte verfügbares Wlan. 

Sorry, aber das ist dumm und nicht kundenfreundlich! 

Hier hätte ein Chatbot direkt Abhilfe schaffen können – denn man kann ihn auch ohne Programmierkenntnisse so einstellen können, dass er auf das Wort “WLAN” reagiert und dem Kunden direkt!!! antwortet. 

Wenn meine Follower beispielsweise “Daten” eingeben, bekommen Sie diese Nachricht und können dann entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Bei einer Abmeldung muss ich also nicht händisch reagieren, sondern der Bot übernimmt das für mich.

Als Coach, Berater oder Stratege kannst du den Bot nutzen, um guten Content zu verbreiten und zwar als Nachricht – wie das auch Tom & ich machen 🙂 Beachte dabei aber, dass du nicht in die Spam-Falle gerätst. Das Schöne: Du kannst deine Follower durch guten Content zudem an dich binden. 

3. Das fühlt sich irgendwie unpersönlich an

Innerhalb des Messenger-Bots hast du noch eine Chat-Funktion. Das heißt, du kannst bei einer persönlichen Nachricht eines Users auch individuell antworten. Beachte: Der Bot unterstützt dich bei deiner Kundenkommunikation und dient dir als Tool. Und das ist super, wenn du auf Reisen bist oder arbeitstechnisch total eingebunden bist. Denn nichts ärgert potenzielle Kunden mehr, als wenn sie keine Antwort kennen. Erinnere dich da am besten einmal an deinen letzten Kundensupport-Anruf. 

4. Achtung: Werbeverbot bei Chatbot-Nutzung

Mache nicht den Fehler und spam deine Chatbot-Nutzer zu, denn dann straft dich Facebook schnell ab. Und das ist auch nicht Sinn des Bots. Du solltest daher nicht täglich posten, sondern in guten Abständen. Ich sende alle 2 bis 3 Wochen eine Nachricht raus. 

Aber eine Nachricht ist keine Angebot – das darfst du nur bei einer kleinen Ausnahme, der sogenannten 24-Stunden Regel machen. Ich empfehle dir, davon abzusehen und den Chatbot ersteinmal so auszuprobieren.

Was ist also verboten?

Eine Nachricht wie “Klick hier und du bekommst das Sonderangebot zum Preis von XXX €” ist tabu!

5. Vorteile & Nachteile

Aus meiner Sicht, bieten Chatbots aktuell nur Vorteile. Denn der Akquise-Kanal ist noch nicht von allen überlaufen und die Kundenkommunikation wird erweitert. Die Grundversion ist kostenfrei.

Der Nachteil den ich sehe, ist die Zeit, die für die Einarbeitung des Messengerbots draufgeht. Denn es bedarf schon ein paar Tage bis man den Bot beherrscht. Und auch danach, muss man sich mit den Funktionen auseinandersetzten, um Bot-Subcriber zu erhalten. Ich bin selber in Toms Gruppe und habe das 

Man kann nicht einfach seine komplette Facebook-Liste mit Nachrichten versorgen. Wie beim E-Mail Marketing muss eine Bot-User-Liste angefertigt werden. Das heißt, ich muss mich effektiv darum bemühen, dass User in meinen Bot finden.

Das ist wiederum auch positiv zu sehen, denn es bedeutet,dass ich mich mit meinem Kunden auseinander setzen muss. Was braucht & will er. 

Ein Bot sollte aus meiner Sicht zudem nicht ausschließlich zum Listenaufbau genutzt werden, denn sowohl Facebook als auch die Chatbot-Anbieter sind Drittanbieter. Das heißt, sollte der Service irgendwann nicht mehr angeboten werden, verlierst du alle Kontakte. Hier bietet sich an, die E-Mail Adressen der User evtl. über einen Freebee zu erhalten und diese als Backup zu nutzen. 

 

6. Und was ist mit der DSGVO?

Ja, Chatbots sind DSGVO konform. Tom Bössow hat dazu ein super Freebee für dich – seine Checkliste.

ABER: Weder Tom noch ich sind Anwälte, noch verfügen wir Kenntnisse gesetzliche Dokumente und Vorschriften, um alles im Detail zu verstehen. Die Checkliste ist eine persönliche Auffassung der Richtlinien und wie sie für Messenger Bots gelten bzw. anzuwenden sind.

Auch in diesem Fall bist du 100% selber dafür verantwortlich, dass du personenbezogene Daten richtig behandelst, und die Richtlinien der DSGVO einhältst. 

Wo bekomme ich den Chatbot her?

Ich nutze für meinen Chatbot die Plattform Manychat ,die laut eigener Aussage DSGVO konform ist. Eine alternative Plattform ist auch Chatfuel.

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