Dein Leitfaden für Journalisten-Interviews

Mit diesen Steps fluppts beim
Journalisten-Interview

Es ist toll, wenn ein Journalist sich für deine persönliche Geschichte interessiert oder er deine Expertise für einen Gastbeitrag benötigt. So konnte ich beispielsweise in der Wunderweib.de bereits eine Expertinnen-Kolumne für meine Kundin einfädeln. (Siehe Wunderweib). Normalerweise übernehme ich in der Komplett-PR-Betreuung auch die Kommunikation mit den Journalisten oder anderen Kooperationspartnern – damit es fluppt und vor allem eins: schnell geht!

 

Das Problem der Journalisten

Denn das Problem vor dem viele Journalisten stehen: Sie haben keine Zeit – und ob man’s mag oder nicht (ich finde es auch blöd) – Zeit ist Geld. Denn wo die Journalisten vor JahrZEHNTEN – ja, mittlerweile ist der Wind in den Redaktionen rauer geworden – noch auf tolle Pressereisen gehen konnten, schmeißen sie heute Online-Redaktion & Printredaktion im Alleingang.

Was damit gemeint ist? Sicherlich kennst du in Magazinen die verschiedenen Themengebiete: Gesundheit, News, Aktuelles, Beauty usw. Das sind sogenannte Ressorts – und normalerweise betreut genau ein Journalist jeweils ein Ressort und dann auch nur für Print ODER Online. 

Tja, und nun müssen Journalisten teilweise mehrer Ressorts online & offline bedienen und versorgen! Und das bedeutet – wer nicht schnell liefert, wird ignoriert. Eine Journalisten-Kollegin sagt es so:

“Ich stehe ständig unter Kommunikationsstress – fast im Minutentakt kommt eine E-Mail rein… viele davon sind unpassende Pressemitteilungen oder Spam. Zudem bimmelt mein Telefon oft und meine Kollegen müssen mit mir Redaktionelles besprechen – achja und dann kommen natürlich noch die Abwicklungen mit Personen für spannende Gastbeiträge oder Interviews hinzu. Und die haben oft viele, viele Fragen – die ich natürlich auch beantworten muss – nur so läuft alles glatt!”

 

Der Journalist ist kein Dienstleister – du bist es!

Häufig wird ein in der Journalisten-Kommunikation missverstanden: Der Journalist wird als Dienstleister betrachtet, der “liefern” muss. Doch das ist eine totaler Irrtum. Solltest du eine Anzeige im Medium geschaltet haben – ok – dann hast du gewisse Rechte, weil du nun mal gezahlt hast. Bei allen anderen Fällen stimmt das so aber nicht.

Bildlich gesprochen: Du bist der Vorwerk-Vertreter und bittest deinen Kunden, also den Journalist, um Eintritt in sein Haus.

Denn eins solltest du nicht vergessen: Der Journalist bietet dir kostenfreie Reichweite in seinem Magazin – und das ist nicht mit einer Werbeanzeige zu vergleichen. Denn die kostet je nach Magazin zwischen € 500 ,- bis € 25.000 ,- . 

Kleine Frage: Was machst du wenn du einen Anzeige siehst? Weiterblättern – oder? Genau deshalb ist Pressearbeit auch so wertvoll, denn sie ist 

1. Werbung durch die Hintertür und mit dem Bonus, 

2. dass Sie einen wirklichen Mehrwert = Inhalt für Leser*innen liefert. 

3. Du kannst einen Presseartikel als Expertenbeweis nutzen und er hat den Vorteil, dass eine potenziellen Kunden dich besser Kennenlernen

 Also, du verstehst – Kontakt zu einem Journalisten zu haben, wird immer schwieriger und deshalb immer wertvoller. Und daher bekommst du nun von mir den Leitfaden, um dein Interview maximal erfolgreich zu machen.

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Leitfaden für dein perfektes Journalisten-Interview

1. Reagiere schnell und lass den Journalisten nicht warten

 – was meine ich damit zeitlich?! Am besten du schreibst noch am selben Tag zurück oder so schnell wie möglich. 

Ein negativ Beispiel: Eine Kundin erhielt einen Anruf einer Redakteurin, mit der Bitte einen Artikel zu schreiben. Der Anruf fand freitags statt und sie schrieb den Artikel sonntags und verschickte ihn montags. Auf Nachfrage am Ende der Woche, erklärte ihr die Journalistin sie hätte einen anderen Artikel genommen, den sie am Samstag erhalten habe. Meine Kundin war natürlich enttäuscht und auch verärgert, denn die Zeit den Artikel zu schreiben, bekam sie ja nicht bezahlt.

Was man dagegen machen kann? Hol dir einen Deadline ein – wann muss der Artikel maximal fertig sein?

 

 2. Bilder & Logos

Bilder oder Logos müssen immer 300 dpi haben, wenn sie im Print-Magazin veröffentlicht werden sollen. Warum? Kleinere Bilder erscheinen verpixelt im Magazin – und das willst du sicherlich nicht!

Zwei bis drei Fotos genügen plus dein Logo! Aber achte bitte drauf, dass es kein mega großer Anhang wird –> nutze bei mehr Bildern wetransfer.com oder richte einen Pressebereich auf deiner Website ein.

Verwende – wenn möglich – sogenannte .png Formate – vor allem für dein Logo. Falls du professionelle Bilder gemacht hast, frag deinen Fotografen oder deine Grafikerin nach dem passenden Format, die wissen was damit gemeint ist. 

Warum? Die Grafiker in den Redaktionen müssen das Bild dann nicht eigenständig freistellen, sondern der Hintergrund des Bildes ist bereits freigestellt. Das erleichtert ihnen sehr viel Arbeit.

3. Lass dir eine Freigabe geben

Damit du keine bösen Überraschungen im Nachgang erlebst – lass dir eine Freigabe deines Textes geben. Das passiert immer dann, wenn der Artikel schon “gesetzt” ist. Du erhältst also eine Ansicht, wie der Artikel gedruckt wird.

Stimmt alles? Ist alles richtig wiedergegeben worden? Jetzt kannst du es kontrollieren. 

 4. Korrekturen vom Journalisten sind erlaubt

Der Journalist ist der Kommunikationsexperte und weiß wie seine Leser*innen angesprochen werden wollen – welche Überschrift interessiert, wie sich eine Passage besser anhört. Das ist seine Freiheit, dafür ist er der Experte. Das ist keine Kritik an dich persönlich oder gegen deine Schreibleistung, sondern einfach nur eine kleine Schönheitskur.

 

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