Das 1×1 der Kommunikation mit Journalisten

Bei einem PR-Strategietag für eine Kundin kam ein spannendes PR-Thema zur Sprache, dass mich an das 1×1 der Kommunikation mit Journalisten denken ließ. 

So verriet sie mir „Aline, bei Journalisten bin ich vorsichtig geworden, denn die drucken immer nur das, was sie wollen und nicht den Text, den ich ihnen zur Verfügung stelle. Außerdem informieren sie mich nicht, wenn sie Beiträge online stellen. Das habe ich ihnen nicht erlaubt. Meine Beschwerde verstehen sie nicht und sind ganz im Gegenteil sogar beleidigt!“.

Sherlock Holmes like wollte ich mehr erfahren und hackte nach – denn ich sehe immer wieder, dass genau das zu Irritationen bei PR-Neulingen führt.

Random Fakt für alle PRler: Solche Infos sind wichtig, damit wir uns in unsere Kunden besser hineinversetzen und sie verstehen! Nur so können wir dauerhaft gute Kommunikatoren sein – denn wir sind die Experten nicht unsere Kunden.

1. Der Journalist gibt dir kostenlose Reichweite
 

So ärgerlich es auch sein mag, wenn dein Gastbeitrag nicht 1 zu 1 so abgedruckt wird, wie du dir das wünschst – der Journalist ist dir zu nichts verpflichtet. Das solltest du dir be der Kommunikation mit Journalisten immer merken.

Oder hast du ihn etwa für das Erscheinen & Abdrucken deines Textes bezahlt? 

Wahrscheinlich nicht – und das bedeutet für den Journalisten, er kann ihn so umschreiben, dass er lesertauglich ist. Denn darin ist er der Profi!

Kleine Ausnahmen gibt es natürlich. Zum Beispiel, wenn du mit dem Kauf eines Zeitschriften-Abos gleichzeitig eine Vereinbarung abgeschlossen hast, dass du einen Gastbeitrag im Magazin veröffentlichen darfst. 

Aber auch dann gilt es den Journalisten zu verstehen, damit du die Möglichkeit hast immer wieder etwas zu publizieren und dir nicht unnötig zu viel Arbeit machst.

 2. Stell’ dein Business in den Hintergrund

Dein Gastbeitrag sollte nicht zu werblich geschrieben sein. 

Was ich damit meine? Versuche den Leser in deine Geschichte mit einzubeziehen und ihm nichts zu verkaufen! Das heißt häufige Nennung deines Unternehmens oder deiner Dienstleistung oder deines Produktes sind tabu. 

Schreibe deinen Text wie einen Roman – spannend, informativ und mitreißend. 

Und denk dabei immer ans Fernsehen – was nervt am meisten? Klar, die Werbepausen – daher nutze den sogenannten Autorenkasten, um dein Business oder aktuelles Angebot zu erwähnen. Spreche deinen Ansprechpartner drauf direkt an.

Das zeigt zudem, dass du dich bei der Kommunikation mit Journalisten auskennst.

Schau dir dazu auch diesen Blogbeitrag an: Aufmerksamkeit beim Kunden erregen.

 

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3. Vermeide Ich-Erzählungen

Vermeide im Gastbeitrag das Wort „ich“ – Warum?!

Weil dein Gastbeitrag sich um deine potenziellen Kunden drehen sollte.

Klar kannst du schreiben „Als ich damals vor der Entscheidung stand, mich selbstständig zu machen oder angestellt zu bleiben…“ – versuche dabei aber deinen Kunden mit einzubeziehen: „…wusste ich gar nicht, dass so viele Menschen in diesem Hamsterrad festsitzen und dieselben Sorgen haben.“ D

Dadurch holst du Leser*innen ab, die ein ähnliches Lebensthema wie du haben und sich mit dir solidarisieren.

Mehr Low Budget Tipps: Mit kleinem Budget Pressearbeit machen.

4. Journalisten haben Deadlines

Lass den Journalisten nicht Warten – auch wenn du viel zu tun hast! Dreimal darfst du raten warum…er hat auch viel zu tun und eine Deadline.

Wenn du die Deadline durch verzögerte Informationslieferung verpasst, wird er einen anderen Beitrag nehmen. Und dann, das kann ich dir verraten bist du bei ihm „unten durch“ und stehst auf der roten Liste.

5. Fühle dich sicher mit deinem Thema

Fühle dich zu 100 Prozent sicher mit dem was du über dich preisgibst. Meine Kundin schrieb zu einem ganz persönlichen Thema etwas und wurde damit in einem Magazin abgedruckt und online veröffentlicht.

Doch mit der Online-Veröffentlichung fühlte sie sich maßlos übergangen. Als sie sich bei der Journalistin beschwerte, verstand diese den Ärger nicht und war ebenso beleidigt.

Was ich dazu als PRler sage?! Je mehr Reichweite desto besser, ich persönlich mache Jubelsprünge, wenn man Beiträge teilt und Magazine sie off- und online verwenden!

Doch wenn du mit neuen Medien nicht so sicher bist, gehe nur mit Stories raus, bei denen du dich wohl fühlst. Ein Diktieren wo der Beitrag veröffentlicht werden soll und darf, ist jedoch zu viel des Guten, denn wie bei Punkt 1 zahlst du für dich Veröffentlichung nicht.

6. Freigabe erteilen

Last but not least: Bitte den Journalisten um Freigabe!

So kannst du unschöne Momente beim abgedruckten Text vermeiden. Denn natürlich soll der Gastbeitrag echt und authentisch bleiben, damit du dich und dein Business wiederfindest. Mit einer Freigabe stellst du das sicher.

Hier findest du noch mehr Tipps und Tricks zum Kontaktieren von Journalisten

Hallo, ich bin Aline von Female Power PR

Aline Pelzer - PR & Marketing Beratung

Ich bin Aline Pelzer, die Frau hinter Female Power PR, lebe und arbeite als PR & Marketing-Strategin in Düsseldorf – bis dienstags, da verschlägt es mich als Dozentin an die Fachhochschule Aachen . Was ich unterrichte? Klar: Kommunikationstechniken.

Denn die Kommunikation zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben: Studiert habe ich nämlich Sprach- & Kommunikationswissenschaften und Philosophie – und darin einen Masterabschluss.

Während der Uni arbeitete ich u.a. für den WDR Aachen – und erfuhr dort wofür Journalisten brennen! Mit diesem Know-How heuerte ich anschließend bei verschiedenen Werbeagenturen an – beginnend als Praktikantin bis hin zur Projektleiterin mit Personalverantwortung.

Meine Vision: Du und deine Bekanntheit

Ich möchte dir eine Lotsin durch den Dschungel an PR & Marketing-Möglichkeiten sein. Denn es gibt 100 verschiedene Herangehensweisen und genau so viele Tools, um deine Bekanntheit zu steigern. 

“Auf jeden Zug aufzuspringen” macht keinen Sinn – du verlierst den Fokus und streust Informationen, anstatt zielgerichtet und effektiv zu kommunizieren. 

Ich zeige dir, welche PR & Marketing-Möglichkeiten für dein Herzensbusiness geeignet sind und du wirst dadurch sicherer im Umgang mit den “neuen” Medien.

Der Effekt: Du behauptest dich souverän in der Medienlandschaft als Experte*in

*Mein PR-Crashkurs enthält Tipps für EinzelunternehmerInnen über Public Relations, das Schreiben von Texten für das eigene Business sowie Hinweise auf meine Leistungen, Workshops und Aktivitäten als Autorin. Ich verschicke den PR-Crashkurs ausschließlich auf Abonnement + nutze deine Adresse für nichts anderes! Meldest du dich für den PR-Crashkurs an, bekommst du eine E-Mail mit einem Bestätigungslink („Double-Opt-In“). Das stellt sicher, dass niemand einfach so deine Adresse einträgt. Außerdem willigst du ein, dass du mit dem Versand und der in der Datenschutzerklärung näher benannten Verarbeitung der persönlichen Daten einverstanden bist. Du kannst deine Einwilligung jederzeit widerrufen oder den 10-tägigen PR-Crashkurs kündigen.

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